Haithabu Bügeltasche

Bügeltasche

Bügeltasche

Nach dem ich seid fast einem Jahr Bügel hier liegen habe, konnte ich mich endlich aufraffen und das Projekt starten.

Stoff wurde im laufe des Jahres zusammen mit Garn gefärbt, war also alles bereit und gab keinen Grund das ganze so lange auf zu schieben.

Erst wurde überlegt, wie groß der Beutel werden sollte, was ja anhand der Bügel eigentlich schon ein wenig vorgegeben wird. Ich entschied mich dafür das die Tasche mittig von einem Trägerloch zum anderen sollte. Nun kam das zuschneiden.

Was aber schwieriger war, als gedacht. Ich musste erst den Stoff suchen.

Ich bin so gut im wegräumen. Ich kann alles so gut wegpacken, das es nicht wegkommen kann und nichts dran kommt, nur neige ich dazu zu vergessen wo ich was hin geräumt habe, zumindest Dinge die ich nicht ständig oder regelmäßig brauche. Halt so wie den Stoff. Dazu kommt, das ich inzwischen 3 Kisten/Schachteln habe in denen ich Stoff aufbewahre, plus 2 Schubladen in meiner Kommode.

Das wäre doch ein gutes nächstes Projekt, Stoff ausmisten! Das liest sich aber fies oO

Nach längerem Suchen fand ich aber alles, bzw. ich lies finden und so konnte es losgehen – da ich beim zuschneiden immer kurz vor einer Panikattacke stehe, lies ich das mal machen 🙂

Das zusammenstecken konnte ich dann wieder übernehmen. Ebenso das nähen. Das leinene Inlay war schnell fertig, so das ich dann endlich mich hinsetzen konnte und den Wollstoff verarbeiten durfte.

Überwendlichstich - draufsicht

Überwendlichstich als Verbindungsnaht

Hier nähte ich mit dem Überwendlichstich.

Dabei wird die Nadel durch den Stoff gezogen, über den Stoffrücken gelegt und wieder auf der selben Seite wie zuvor durch den Stoff gezogen:

Überwendlichstich + Heftstich

Verbindungsnaht mit Heftstich

Zuerst verband ich mit dem Stich die Stoffe so das sich ein Beutel bildete, anschließend wurde dann die Nahtzugabe angelegt. Schwierigkeitsgrad : leicht – aber langwierig. Es dauerte alleine 2 Abende diese recht kurzen Nahtzugaben anzulegen, aber mit der richtigen Serie oder einem guten Film, merkt man die Arbeit gar nicht ^^

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Nahansicht

Ich empfehle hier, doch erst die Nahtzugaben anzulegen, da ich das andersherum gemacht habe und doch etwas kämpfen musste, da der Stoff leicht unglücklich lag und ich meine Finger etwas verbiegen musste. Aber wie man sehen kann, hat es ja trotzdem geklappt.

Tasche hat also schon mal Taschenform

Was noch fehlt - Tasche an die Bügel

Einzelteile

Anbei sieht man die Teile mit denen nun noch die Tasche an die Bügel genäht wird.
2 Bügel à 4 Öffnungen für Verbindungsstücke.
Hier wurde erst röhren aus Wolle und Leinen genäht, welche dann umgestülpt wurden.

Zuerst wurde wieder alles festgesteckt, da die Stecknadeln aber beim nähen stören, habe ich mit einem groben Heftstich wieder alles erstmal aneinander geheftet. Auch hier wurde der Überwendlichstich genutzt, möglichst klein und eng genäht damit die Schlaufen auch etwas Gewicht halten können.

Inzwischen hatte ich mich an das nähen wieder gewöhnt und dachte, ach das mach ich doch mit links – falsch gedacht – durch 6 Schichten Stoff, davon 3x Wolle, 3x  Leinen und die Nahtzugaben, ist dann doch nicht so einfach. Aus Angst um meine schöne Knochennadel wechselte ich auf eine neue Metallnadel, die jeder zuhause hat und stach mir auch prompt in den Finger – aber ich schaffte es zumindest nicht mein Werk voll zu bluten. Ab und an blieb ich dann auch noch im Stoff hängen, Webkante des Leinenstoffes getroffen. Mit etwas mehr druck auf die Nadel ließen sich diese Stellen aber auch noch gut vernähen.

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Fertige Tasche

Material:
Wollstoff – leinwandbindung Birke+Eisensulfat gefärbt
naturfarbenes Leinen vom Schweden
Standard Nähzwirn
Wollgarn, 2-fach verzwirnt Birke+Eisensulfat gefärbt
Knochennadel
Standard Nähnadel

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