Nähsession. 2.02

Die Ärmel oder wie war das doch gleich?

Nach ausreichend Zeit zum erholen, nach der letzten katastrophalen Nähsession trafen sich Zofe und Herzogin wieder um weiter zu arbeiten. Die Ärmel waren an der Reihe. Wir hatten uns da ja etwas besonderes überlegt. Zwar nicht „A“ aber dafür schön 😀 Zumindest kann ich diese Art eines Trompetenärmels nicht belegen, was ja in der Szene als unmöglich gelten kann *kicher *.
Die Ärmel wurden erst mal als klassische Trompetenärmel zugeschnitten, pro Ärmel 2 Teile, diese wurden an einer Stelle zusammen genäht, und danach alles für den Tunnelzug vorbereitet.

Dies Aufgabe wurde natürlich der Dame überlasse die es konnte und das war nicht ich 😀 Ich saß einfach nur da und staunte was meine Freundin da alles mit dem Stoff veranstaltete und dafür sorgte das es auch wirklich ein Ärmel wurde. Ich bin immer wieder beeindruckt wie so viele Einzelteile nach und nach ein Kleidungsstück wird

Schwierig wurde es wieder als es darum ging, den ersten Ärmel an das Kleid zu bekommen, ich hatte bis dato keine Ahnung davon und meine Nähkönnerin war sich nicht sicher wie das jetzt ging. Zwar bin ich eine absolute „Nichtwisserin“ im nähen, Ärmelaber im Beschaffen von Infos bin ich ganz gut also schnappte ich mir den Lapi und begann mal zu recherchieren. Nach ein paar Minuten hatte ich auch gleich das richtige Video bei der Hand so das die Zofe sich das ganze wieder ansehe und wieder an die Maschine setzen konnte um anzufangen. Die Ärmel waren dann schneller eingenäht als gedacht. Zwar war die „Künstlerin“ mit dem ersten Ärmel nicht zufrieden, was dazu führte, das sie das Teil noch mal trennte und das ganze Prozedere wiederholtem, aber am Ende hatte mein Untergewand wirklich 2 wunderschöne Ärmel

Nun ging es darum, das Kleid zu kürzen und um zunähen, der letzte Schritt zu meinem Kleid, die Vorfreude war grenzenlos. Ich schlüpfte also in das Kleid kämpfte etwas mit den Ärmeln ( aber die sind toll *.*) und stand bereit damit meine Zofe abstecken konnte. Natürlich trug ich dafür meine Marktschuhe, bringt ja nichts die Länge auf meine geliebten DocMartens abzustimmen, wenn ich die zu dem Kleid nie tragen würde. Ja, manchmal bin ich recht pfiffig xD

KleidNun folgte also der Endspurt, die Zielgerade hatten wir vor Augen jetzt musste nur alles klappen, die Nadel nicht brechen, der Faden nicht reißen und die Zofe entspannt bleiben … Spannung … Spannung … und … das Kleid war fertig! Alles klappte vorzüglich. Es passt, sitzt und ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe!

Nun fehlen noch die Bänder für die Ärmel, die werde ich im laufe des Monats noch weben, das Überkleid kommt auch noch, aber nun machen wir erst mal ne Woche Nähpause.

Nähsession 2.01

Ein weiterer Tag und ein neuer Versuch Geren an das Unterkleid zu bekommen.
Alles wurde vorbereitet, der Tisch aufgebaut, Kaffee gekocht und Keckse verteilt. Näherin kam etwas verpätet aber mit guter Laune. Die Nähmaschine wurde aufgebaut und … wieder abgebaut, da dies neumodische Zeug einfach nicht ohne Stromkabel funktioniert. Dieses wurde von der werten Zofe schlicht vergessen. Also musste die Nähtante des Herzogs herhalten, ob das so eine gute Idee war? Schließlich ist die eigen, eine regelrechte Diva. Aber egal wir wollen ja fertig werden! Also die nächste Maschine aufgebaut und erstmal enau angesehen, eine neue Spule für den Unterfaden bestückt und dann alles zum nähen vorbereitet.

Die Herzogin selbst hatte bereits an einem anderen Tag die Geren auf Anleitung der Zofe mit Stecknadeln befestigt, so das die Näharbeit sofort beginnen konnte.Geren feststecken

Die Zofe begann mit der letzten Gere um, nachdem sie den Anfang gemacht hatte, mich ungeschicktes Stück Fleisch an das gute Stück zu lassen. Hatte ich erwähnt, das ich soviel Ahnung vom nähen habe, wie Schweine vom Fliegen? Nein? Dann wisst ihr es jetzt ^^
Aber ich bin ja kein Spielverderber, ich habe es versucht, ich nahm den Kampf mit der Nähmaschiene auf. Die ersten paar Stiche waren ok, aber dann … aufeinmal wurden die Stiche viel größer … also anhalten und nochmal versuchen. Wieder liefen einige Stiche problemlos, solange bis sich der Faden am oberen Teil aufkräuselte. Also Stoff aus der Maschiene nehmen, Faden kürzen und neu einfädeln, dann Stoff wieder unter den Fuß und weiter … ja einen, ich sage es noch mal, einen Stich – da kräuselte sich die verdammte Sch… schon wieder! Also noch mal. Diesesmal hielt es ca. 15 Stiche und wieder den Faden kürzen und neu einfädeln, ich hasse einfädeln.
Aber nun war ich auch sauer, sollte ich mich von so einem blöden Gerät etwa unterkriegen lassen? Nein, ganz bestimmt nicht.
Also noch mal neu einspannen und dann weiter machen. Das ganze noch mehrfach, aber ich gab nicht auf, nein ich nicht. Kurz vor schluß, ca. 15 cm vor Saum zerlegte sich der Faden ein letztes mal, aber das war mir egal. Ich hielt durch und schaffte es, eine Seite der letzten Gere einzunähen. Die Stecknaddeln hatte ich zwar entfernt, weil sie einfach störten aber es hielt und sah gar nicht so scheiße aus. Aber ich gebe zu, danach hatte ich echt keine Lust mehr. Die nächste Naht überlies ich der Zofe, die allerdingss genauso kämpfte wie ich.
Diese Nähmaschiene mochte uns einfach nicht, anders lässt sich das ganze nicht erklären 😦
Danach hatten wir auch einfach die Schnauze voll. Soviel ärger, nur wegen einer blöden Gere … ja, die Nähmaschiene hat uns klein bekommen, ich gebe es zu.

DSCI0329Aber das sollte es nicht gewesen sein, eine Woche später traffen wir uns wieder um die letzte Gere einzzu nähen. Und siehe da, mit der Nähmaschiene der werten Zofe ging das ganze dann auch problemlos, vor allem da die Zofe das dann selber übernahm und ich mich wieder auf Kaffee kochen und dafür zu sorgen das keinem der Magen auf Grundeis gehen konnte 🙂

Was soll ich also noch sagen? Wir schafften es, das Untergewand wurde soweit fertig gestellt das alle Geren saßen und ich es sogar zumm  ersten mal zur Probe tragen konnte.

Nähsession 2.0

Es ist so weit, nach dem beim ersten Treffen die Schnittmuster erstellt wurden – eigentlich ganz einfach, wenn man jemanden hat der das kann – konnte der Stoff zugeschnitten werden und auch das Nähen konnte beginnen.
Vorbereitungen

Der Teppich wurde komplett mit Stoff belegt, ist bei kleinen Wohnzimmern schon mal so, und dann das Schnittmuster ab auf den Stoff.

Ich, als blutiger Anfänger dachte ach das geht ja fix, Pustekuchen – es wurde hier gezupft, dann nach gezurrt und dann alles wieder verworfen weil man beim auslegen einen Denkfehler hatte. Also noch mal von vorne^^

Auslegen, falten, zurren, schieben endlich durfte ich das Schnittmuster feststecken, klappte ganz gut, habe mich bei allen Teilen nur 1x in den Finger gepickst. Für meine ungeschickten Finger ist das echt gut^^

Mit Hilfe meiner neuen Zofe wurden sogar die Teile für das Untergwand zurecht geschnitten. Vorder – und Rückenteil, die besonders schönen großen Ärmel und die Geren damit mein Po auch Platz findet. Nun konnte das Nähen endlich beginnen, erst noch etwas Kaffee zur Stärkung und dann den Nähtisch aufbauen, das Bügelbrett so hinstellen das man immer noch daran vorbei kommt und die Person die näht, ausreichend Bewegungsfreiheit hat.

Ich setzte mich also aufs Sofa und meine Zofe konnte in ruhe anfangen mein Kleid zu nähen. Das nenne ich aber gute Arbeitsaufteilung, ich gemnütlich auf dem Sofa, mein Lieblingskrimi im Fernsehen und ausreichend Kaffee in Reichweite. Ist es nicht schön, eine Herzogin darzustellen? * hust *

Natürlich habe ich meiner Zofe geholfen, dafür gesorgt das sie immer Kaffee hatte und natürlich das sie ihre Laune, insbesondere beim einnähen der ersten Gere, nicht verlor.

Da wir uns entschieden haben, mit drei Geren zu arbeiten hatten wir da einiges vor uns.Feststecken

Die erste Gere lies sich ohne Schwierigkeiten einnähen, alles lief super aber dann waren die Seitengeren an der Reihe … Es sollte klar sein was da nun kommt, oder? Bei der ersten der beiden Geren lief schon alles schief was schief laufen konnte. Unsere laune ging den Bach ab und nach gut einer ¾ Stunde hatten wir beide die Schnauze voll. Der Nähtag wurde beendet!
Aber für den ersten Tag fand ich hatten wir schon eine Menge geschafft!